Projekt 1 – Familiäres Wohnen im sanierten Vierseithof (Bauernhof)


Dieser Artikel ist Teil unserer Serie: Grundrissgestaltung und Architektur für Wohngrundstücke.

In diesem Projekt bespreche ich die Gestaltung des Bauernhauses eines sanierten Vierseitenhofs. Umgesetzt habe ich das Haus für eine 4-köpfige Familie.

Recherche und grober Entwurf der Außenarchitektur

Bei diesem Haus handelte es sich um einen Wettbewerbsbeitrag (Häuser-Wettbewerb: Das Bauernhaus), der ein altes und holzig wirkendes Bauernhaus forderte. Zunächst recherchierte ich im Internet Bilder zu Bauernhäusern. Vorgestellt hatte ich mir einen Hof, der von mehreren Gebäuden umgeben ist, so wie sie oft in kleineren Ortschaften aber auch auf dem Land zu sehen sind. Schnell fand ich heraus, dass sich diese Anordnungen Drei- bzw. Vierseitenhöfe nannten (wikipedia: Dreiseithof, Vierseithof).

Ich entschied mich für den Vierseithof bestehend aus Bauernhaus, gegenüberliegender Scheune, angrenzendem Stall und Getreidespeicher. Bei der groben Verteilung der Gebäude auf einem großen Grundstück wurde schnell klar, dass der an der Straße liegende Getreidespeicher die Sicht auf den Hof zu stark einschränkt und die Spielbarkeit herabsetzt. Also riss ich ihn kurzerhand (wegen maroder Substanz) ab, behielt aber die Anordnung der drei anderen Gebäude bei.

Alte Bauernhäuser boten nie viel Platz, man lebte auf engem Raum zusammen. Die Räume selber sind so klein und verwinkelt, dass sie mit Sims nicht authentisch nachzubauen ist. Also erweiterte ich die Geschichte zum Haus um eine Entkernung (Entfernung aller nicht tragenden Innenwände) und hatte freie Bahn für die Innengestaltung.

Außen wollte ich Stein mit Fachwerk kombinieren und einzelne Fassadenteile mit einer Holzverschalung betonen. Der Eingangsbereich sollte unbedingt vom Obergeschoss überdacht werden und eine hervorspringende hölzerne Veranda sollte das Äußere optisch aufwerten.

Vorgaben für Grundriss und Architektur

  • Verwendung von Stein und Fachwerk mit zusätzlichen Holzverschalung für die Fassade
  • Verwendung von hölzernen Stützpfeilern
  • Eingangsbereich überragender Erker
  • überwiegend schmale, klassische Fenster
  • Terasse im Erdgeschoss, Veranda im Obergeschoss
  • Räume: mindestens Küche, Ess- und Wohnzimmer, Elternschlafzimmer, 2 Kinderzimmer, ein Bad, ein Gäste-WC, Unterbringung von Waschmaschine und Trockner (vergesse ich gern)
  • überwiegend rechteckiger Bau mit nur leichten Vorsprüngen und Versetzungen der Etagen
  • Fundament, aber kein Keller
  • klassisches Satteldach

Konstruktion des Grundrisses

Erdgeschoss mit allen Gemeinschaftsräumen

Den Anfang bildet die Front der ersten Etage. Den Eingang platziere ich mittig, weil das gut zu einem Bauernhaus und dem geplanten Erker im Obergeschoss passt. Meistens richte ich als nächstes das Gäste-WC zur lärmenden Straße. Hier entscheide ich mich entgegengesetzt: Küche und Esszimmer schauen dem Besucher entgegen. Das Haus hat ausreichend Abstand vom Straßenlärm. Außerdem können die Bewohner so gleich nachschauen, wer zu ihnen auf den Hof kommt.

Rechts vom Eingang richte ich also die Küche ein. So liegt sie verkehrsgünstig, um Lebensmittel-Einkäufe schnell verstauen zu können. Im Kopf und mit ersten Objekten messe ich den benötigten Platz aus. In der Küche plane ich neben den üblichen Objekten einen großen Vorratsschrank, ein Bücherregal (für Kochrezepte) und ein Nektarregal ein.

Ich entscheide mich für eine offene Küchen-Esskombination, die Gemütlichkeit verströmen soll. Das Esszimmer braucht etwas weniger Platz. Das nutze ich gleich aus, um die Fassade ein Kästchen nach innen zu versetzen und den Grundriss so spannender zu gestalten. Im Esszimmer findet ein großer Tisch, umgeben von einer Sitzbank und Stühlen Platz. Außerdem stelle ich hier noch einen Getränkeautomat für schnellen Zugriff auf.

Den Übergang vom Esszimmer in das Wohnzimmer gestalte ich wieder offen. So ist das Esszimmer sowohl von Küche als auch durch das Wohnzimmer gut vom Treppenhaus aus zu erreichen.

Vor dem Gäste-WC findet die Gardrobe Platz. Flur mit Gardrobe und Gäste-WC benutze ich, um Abstand zwischen Haustür und Treppe zu bekommen. Ich vermeide gerne die Treppe direkt an der Haustür enden zu lassen: Im außersimlischen Leben führt das nämlich dazu, dass sich der Schmutz des Eingansbereichs mit jedem Etagenwechsel durchs ganze Haus verteilt.

Das Wohnzimmer erhält den restlichen Raum im Erdgeschoss. Es ist sehr groß und ich entscheide mich für die Aufteilung in zwei Zonen: Der Fernsehplatz am Karmin mit gemütlicher Sofalandschaft und die Spieleecke mit Dominotisch. Die Hofkatzen haben hier einen Katzenkratzbaum. Bei der Grundrissplanung ist es immer wichtig, alle möglichen Funktionsobjekte des Spiels gut über die Räume zu verteilen, also finden hier außerdem noch ein Sammelregal, die Stereoanalge und ein Keyboard Unterschlupf.

Rückseitig füge ich noch eine Terasse mit großem Grill, Sitzecke und Treppen zum Gemüsegarten sowie zum Hof hinzu. Den Zugang zur Terasse schiebe ich lange zwischen Ess- und Wohnzimmer hin und her.  Mit der Entscheidung für den Dominotisch lege ich die Tür im Wohnzimmer fest. Im Esszimmer wäre vor der Tür ein Totraum entstanden.

Das Erdgeschoss ist fertig.

Obergeschoss überwiegend mit Privaträumen

Im Erdgeschoss ist es schön, mit dem Gäste-WC die Treppe um zwei Kästchen zu versetzen, aber oben muss man dann auch was mit dem schmalen Platz anfangen können. Also erkläre ich den schmalen Streifen kurzerhand zur Veranda und erweitere ihn noch um ein Kästchen nach vorne über die Mauern des Erdgeschosses hinaus. Zunächst ziehe ich alle Mauern des Erdgeschosses nach und versuche die gewünschen Räume unterzubringen. Neben den Vorgaben möchte ich noch einen eingebauten Kleiderschrank im Elternzimmer und ein Arbeitszimmer einbauen. Der Platz reicht aber nicht.

Unten war das Wohnzimmer schon wirklich groß, eine Vergrößerung möchte ich nicht. Kurzerhand wird die Veranda auch nach links über das Untergeschoss hinaus erweitert, ebenso wie das angrenzende Kinderzimmer. Den entstehenden Überhang stütze ich unten mit Pfeilern ab. Diese Konstruktion gibt mir Platz, wo ich ihn brauche und bringt gleichzeitig Spannung in die Fassade.

Die Kinderzimmer erhalten kurze Trennwände. Diese ermöglichen eine einfachere Verteilung der notwendigen Funktionen dieser Zimmer: Freunde - Arbeiten - Schlafen. Diese Zimmer sind sehr objektintensiv: Bett, Schreibtisch, Kommode, Bücherregal und Sitzgelegenheit sind die Minimalanforderungen, um reales Leben halbwegs abzubilden.

In meiner Familie ist die Mutter Innenarchitektin und braucht nur ihren Zeichentisch. Das Arbeitszimmer darf also klein ausfallen und muss dann aber mittig platziert werden, damit es vom Flur aus leicht zu erreichen ist.

Das Elternzimmer ist erneut platzbedürftig. Doppelbett, Nachttische, evtl. eingebaute Kleiderschränke, Komode (Erhaltung der Outfit-Planungsoption bei funktionslosen Einbauschränken) und Spiegel verschlingen Raum. Bei diesem Schlafzimmer ist es wichtig, das langweilige Rechteck mit der Verteilung der Einrichtung zu beleben.

Beim Bad ziehe ich die Außenmauern ein Kästchen nach innen, ohne dass es zu ungeräumig wird. Das gibt mir die Möglichkeit auf den Vorsprung der Küche ein Dach zu setzten und so auch auf der Gegenseite zur Veranda Spannung in die Fassade zu bekommen. Als das Badezimmer im Oberschoss fertig ist, fällt mir auf, dass ich mal wieder die Unterbringung von Waschmaschine und Trockner vergessen habe. Weil sie partout nicht ins große Bad passen wollen, erweitere ich kurzerhand das Gäste-WC um vier Kästchen, die das sowieso große Wohnzimmer gut verschmerzt.

Nun ist auch das Obergeschoss fertig:

Gestaltung der Fassade

Fundament und Schornstein erhalten eine Natursteinoptik. Der Großteil des Hauses wird in klassisches Fachwerk - hölzerne Balken und weißer Putz - gekleidet. Für das Dach wähle ich alte Schindeln in Dunkelbraun. Das Holz des Fachwerks und der Stützpfeiler passe ich an das Dach an. Alle Ecken erhalten noch Fachwerk mit zusätzlichen Schrägen. Küche und Veranda erhalten eine Holzverschalung. Das Podest vor der Eingangstür und die dazugehörigen Treppen passe ich an den Naturstein des Fundaments an.

Vorderansicht

Veranda-Ansicht

Rückseite

Ich hoffe, dir hat die Führung durch die Konstruktion dieses Hauses gefallen. Das gesamte Grundstück ist frei von Downloads.

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8 Gedanken zu “Projekt 1 – Familiäres Wohnen im sanierten Vierseithof (Bauernhof)

  • Sweetyinyolofeeling

    Ich finde den Bauernhof sehr cool. Ich habe versucht ihn nach zu bauen. Aber ich finde den Wandbelag außen nicht. Ich habe die Sims einfach Tierisch. Unter welcher Kategorie ist das?

  • loh
    loh Beitragsautor

    Doch das geht – ist ja alles ohne Downloads gebaut: was aus Erweiterungen ist, die du nicht hast, wird vom Spiel durch ähnliche Dinge ersetzt. Einfach Tierisch ist die wichtigste EP für das Haus wegen der Scheunentore und Pferdeställe. Musst halt im Haus schauen, ob einzelne Möbel oder Dekoelemente mit was unpassendem ersetzt wurden und das austauschen. Viel Spaß beim Spielen mit dem Bauernhof!

  • Helena

    Hey,

    der Bauernhof ist absolut Wahnsinn! Aber wahrscheinlich kann ich den nicht in mein Spiel packen, da ich neben dem Grundspiel nur Einfach Tierisch hab….oder?

  • loh
    loh Beitragsautor

    Ich freue mich, dass dir der Bauernhof so gut gefällt. Den habe ich wirklich noch nicht hochgeladen, obwohl ich das eigentlich vorhatte. Ich merke mir mal vor, dass ich den bald aus dem Archiv hole und hier als Download zur Verfügung stelle. Mit meiner Neubebauung von Sunset Valley werden auch noch weitere Bauernhöfe als Download dazu kommen.

  • Teffi

    Hi,

    kannst Du den Vierseithof auch zum download zur verfügung stellen? Finde ihn leider nicht und würde ihn so, so, so gerne haben …. :-)

    LG